RIP: 9/12/2024 - Steinfeld
P. Vianney (Gerhard) Kahlig wurde am 16. Januar 1936 in Jasnik im Sudetenland geboren. Sein Start ins Leben war nicht einfach, da er schon in jungen Jahren unter schweren Entbehrungen litt. Neben einer Schwester hatte er noch einen blinden Bruder und seine Mutter war taub. Sein Vater starb im Krieg. Als Folge der Kriegsverluste wurde seine Familie vertrieben und zog nach Bayern, wo er die Grundschule abschloss. Nach dem Abschluss der Mittelschule im Jahr 1954 verbrachte er ein Jahr am Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld und anschließend, von 1955 bis 1958, am Salvatorkolleg in Bad Wurzach, wo er sein Abitur machte. Danach trat er bei den Salvatorianern ein und begann am 1. Mai 1958 sein Noviziat in Passau. Er erhielt den Ordensnamen Vianney. Seine erste Profess legte er am 1. Mai 1959 in Passau ab. Von 1959 bis 1965 studierte er Philosophie und Theologie in Passau und Bonn. Er unterbrach sein Studium für ein Jahr und war während dieser Zeit Präfekt und Lehrer in Jammelshofen. Am 15. Juli 1965 wurde er im Kölner Dom zum Priester geweiht. Als Priester arbeitete Pater Vianney in einer Vielzahl von Apostolaten: als Krankenhausseelsorger, Lehrer und Schulseelsorger, Kaplan und Pfarrer in Köln, Horrem, Neuss, Hildesheim, Laatzen, Schöningen, Braunschweig und Verden. Seit 2015 verbrachte er seinen Ruhestand in Steinfeld, wo er in den ersten Jahren in der Seelsorge mitarbeitete. Die letzten Jahre waren geprägt von Krankheit und einer stetigen Abnahme seiner Kräfte. Pater Vianney bildete sich stets theologisch weiter; er war sehr gelehrt. Es war sehr schwer für ihn zu akzeptieren, dass er nicht mehr aktiv arbeiten konnte. Bis zum Schluss blieb er immer interessiert an dem, was im Orden vor sich ging. Er nahm am Gebet und am Gemeinschaftsleben teil, so gut er konnte. Am 9. Dezember 2024 gab er sein Leben nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt in die Hände des Erlösers zurück. Pater Vianney wurde 88 Jahre alt, 65 Jahre nach seiner Profess und 59 Jahre nach seiner Priesterweihe.




