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Nachfolger des Gründers als Generalsuperior

Markus Pfeiffer wurde am 18. Oktober 1872 in Brunnen bei Füssen im Allgäu geboren und trat als Frater Pankratius am 21. Marz 1889 in Rom in die Gesellschaft des Göttlichen Heilands ein. Nach seiner Priesterweihe am 30. Mai 1896 übernahm er zunächst verschiedene Aufgaben im Mutterhaus, u. a. als Privatsekretär des Gründers. Beim ersten Generalkapitel der Gesellschaft wurde er 1902 zum Generalprokurator gewählt. Dieses Amt, das er bis 1915 innehatte, ermöglichte ihm Kontakte zu zahlreichen führenden Persönlichkeiten der päpstlichen Kurie. Mehrere Jahre gehörte er auch zu den Konsultoren P. Jordans. Die Mitglieder des dritten Generalkapitels, das infolge des Ersten Weltkrieges in Fribourg/Schweiz stattfinden musste, wählten ihn zum Generalsuperior. Wie es zu dieser Wahl kam, beschrieb er im Nachruf auf P. Jordan: „Aus diesen Umständen (gemeint ist das überängstliche Gewissen P. Jordans) ergab sich eine gewisse Schwierigkeit bei der Erledigung von Leitungsaufgaben, die mit den Jahren eher noch zunahm. Pater Jordan selbst war dies bewusst. Im Herbst 1915 beschloss er vor dem dritten Generalkapitel, auf eine Wiederwahl als Generaloberer zu verzichten. Mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand nahmen die Kapitulare seinen Verzicht an ... Es lag in der Natur der Sache, das ihm, der mit der Gesellschaft so eng verwachsen war, ein radikaler Wechsel in der Leitung der Gesellschaft nähergehen musste als irgendeinen andern. ‚Ich könnte es nicht ertragen, wenn ich mit Ihnen nicht gut stünde’, sagte er mir voriges Jahr bei einer Aussprache.“
 
P. Pankratius leitete die Gesellschaft 30 Jahre lang, wobei er stets den Gründer zum Vorbild nahm, dessen persönliche Tugend und Heiligkeit er als Voraussetzung für die Leitungsfähigkeit eines Ordensoberen betrachtete. In Anlehnung an die Abschiedsszene zwischen Elia und Elisa schrieb er nach P. Jordans Tod: „Mögen mir doch zwei Anteile deines Geistes zufallen.“
 
Als Generaloberer hielt es P. Pankratius für seine heilige Pflicht, die Mitglieder gemäß den Konstitutionen der Gesellschaft zum bedingungslosen Streben nach Vollkommenheit anzuhalten. Das beste Mittel dazu war seiner Meinung nach der mündliche und schriftliche Gedankenaustausch, durch den er damals großen Einfluss auf die Mitglieder der Gesellschaft hatte. Seine Antworten und besonderen Darlegungen zu vielen Fragen des Ordenslebens haben Buchumfang angenommen und lassen P. Pankratius als eine Art Ideologen für die damalige und die heutige Zeit erscheinen. Aus seiner Sicht war der Ideenaustausch für eine junge, noch in der Entwicklung begriffene Ordensgesellschaft noch bedeutsamer als für einen älteren Orden, dessen Geist und Gewohnheiten durch jahrhundertelange Tradition festgelegt sind. Wie P. Bonaventura Lüthen sah er im Mangel an Tradition eine große Herausforderung für eine junge Ordensgesellschaft. Seine Begabung, sein Arbeitseifer, sein Realismus und seine Entscheidungsfreudigkeit machten P. Pankratius zu einer überragenden, unangefochteten Autorität trotz der Finanzkrise von 1930, die seine Amtszeit überschattete. Dies wurde besonders deutlich, als er am 12. Mai 1945 an den Folgen eines Autounfalls starb: Er hinterließ ein Vakuum. Doch sein Einfluss wirkte auch nach seinem Tod fort, denn er hatte in den Jahren seiner Amtszeit seine eigene Ausbildung weitergegeben, die von Jordan und Lüthen geprägt und durch seine geistliche und theologische Entwicklung in Rom bereichert worden war.
 
Während der Besetzung Roms durch die Nazis von 1943 bis 1944 handelte Pfeiffer als Mittelsmann zwischen Papst Pius XII und den deutschen Behörden. Es gelang ihm, die Freilassung vieler Inhaftierter zu erwirken und zahlreiche Menschenleben zu retten. Außerdem trug er wesentlich dazu bei, die Bombardierung einiger italienischer Städte zu verhindern. Täglich suchte er römische Gefängnisse in Regina Coeli und in der Via Tasso auf, um mit einem freigelassenen Häftling zurückzukehren – darunter auch solche, die zum Tod verurteilt worden waren. Er versuchte allen Menschen zu helfen, ungeachtet ihrer religiösen oder politischen Anschauungen. Seine Barmherzigkeit trug ihm den Namen „Engel Roms“ ein.

Franciscus Jordan

Bete

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