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„Damit Sie aber gute, taugliche Verkündiger Christi werden,
sollen Sie ganz besonders jetzt in der Vorbereitungszeit sich
ausrüsten durch eifriges Studium, damit Sie die katholische
Lehre sich aneignen und befähigt werden, sie zu verkünden“

Pater Jordan, Ansprache vom 1.2.1901

Das Seminar oder Juniorat ist die abschließende Phase der Anfangsausbildung. Sie beginnt mit der ersten Profess und dauert bis zu den ewigen Gelübden für die Brüder (Junioren) oder bis zur Ordination für die Priesteranwärter (Seminaristen). Die Periode der zeitlichen Gelübde dient vor allem dazu, die im Noviziat begonnene Arbeit fortzusetzen und den geweihten jungen Menschen eine Gelegenheit zu geben, die grundlegenden Einstellungen und Verhaltensweisen des salvatorianischen Ordenslebens zu entwickeln, zu vertiefen und zu festigen.

Die zweite wesentliche Absicht ist, dem Mitglied eine intellektuelle und praktische Ausbildung zu geben, die den Einzelnen auf sein zukünftiges Leben als Salvatorianer im Dienst der Kirche vorbereitet. Der Seminarist/Junior erhält die Gelegenheit, seine Eignung für unsere Lebensweise zum Ausdruck zu bringen und zu erweitern. Er wird in das Apostolat eingeführt und kann an menschlicher, christlicher und salvatorianischer Reife gewinnen.

Ein Ordensmann soll in der Periode seiner zeitlichen Gelübde das eigene Leben und Verhalten im Licht des Gebets und der persönlichen Reflexion prüfen, um klarer zwischen dem salvatorianischen Leben mit seinen konkreten Anforderungen und anderen möglichen Lebensweisen zu unterscheiden. Damit der Seminarist/Junior die nötige Reife erlangt, um die richtige Entscheidung treffen zu können, wird ihm die Möglichkeit gegeben, mit verschiedenen Umgebungen in Berührung zu kommen, damit er aus persönlicher Kenntnis beurteilen kann, was er zurücklässt und wofür er sich entscheidet. Da jede Situation einen bildenden Wert hat, den man für sich nutzen sollte, erhalten die Seminaristen/Junioren auch Urlaubszeiten, die nicht nur dazu dienen, die verdiente Erholung zu finden und ihre Familien zu besuchen, sondern die auch eine Ausbildungserfahrung darstellen, zum Beispiel durch apostolische und pastorale Erfahrungen je nach der Tradition und den Möglichkeiten der einzelnen salvatorianischen Provinz/Mission. Ein wahrhaft brüderliches Leben ist eine Hilfe zur emotionalen Reife und bereitet auf das zölibatäre geweihte Leben vor. Deshalb erhalten Momente der brüderlichen Begegnung und Gemeinschaft einen besonderen Stellenwert.

In dieser Phase der Anfangsausbildung wird die persönliche Integration besonders notwendig, weil beim Übergang zu einem offeneren Lebensstil und zu den höheren Anforderungen des Studiums und der apostolischen Aktivitäten die Gefahr einer Desorientierung besteht. Aus diesem Grund kommt es wesentlich darauf an, dass der Seminarist/Junior kontinuierlich lernt, seine Einheit mit Christus, dem Göttlichen Heiland, zu vertiefen, wie es unserem Charisma entspricht. Er lernt, das Hören und Betrachten des Wortes Gottes für sich zu integrieren, indem er alles auf Jesus Christus als die Mitte seines eigenen Lebens bezieht. Dies setzt voraus, dass er es sich zur täglichen Gewohnheit macht, treu am persönlichen Gebet und am Lesen des Wortes Gottes festzuhalten, täglich an der Eucharistie und dem Gemeinschaftsgebet teilzunehmen und häufig das Sakrament der Versöhnung zu feiern. Durch diese Übungen gestärkt wird der Seminarist/Junior fähig, die unterschiedlichen Situationen seines Lebens aus Gottes Sicht zu verstehen und im Alltagsgeschehen auf Gottes Ruf zu antworten.

Das Studium gehört zu den wichtigsten Aktivitäten in dieser Phase der Ausbildung. Das Studium der Humanwissenschaften, der Theologie und der Pastorallehre dient dazu:
   * ein lebensnahes Verständnis von der Welt, vom Menschen und vom Geheimnis Christi und der Gemeinde zu vermitteln;
   * Situationen der Welt im Licht des Glaubens beurteilen zu können;
   * die persönliche Eignung der Studenten für unsere apostolischen Aufgaben zu wecken und sie zu ihrer Umsetzung zu befähigen.

Franciscus Jordan

S

olange noch ein einziger Mensch auf Erden ist, der Gott nicht kennt, noch über Alles liebt, darfst du keinen Augenblick ruhen.

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